Sonntag, 6. Januar 2008

schweres herz


schwer. und schmerzend. alle jahre wieder. die "saison" ist eröffnet. die depression klopft nicht an meiner tür. sie tritt sie ein. ohne rücksicht. steht nun direkt vor mir. hinter mir. neben mir. in mir. überall. bin traurig. einfach traurig.


so sehr hatte ich gehofft, dass es dieses jahr anders sein wird. aber pustekuchen. plötzlich ist es da. körpererinnerungen. die wunde ist wieder aufgebrochen. die seele schreit.

so schlimm, dass ich gestern die party meiner besten freundin als erste verlassen habe. so schlimm, dass ich nur noch weine. innerlich die ganze zeit. und manchmal. wenn der druck zu hoch ist. laufen die tränen über.

mir ist schlecht. aber trotzdem möchte ich fressen. alles in mich stopfen. den schmerz wegmachen.

wie um himmels willen soll ich mich in diesem zustand auf einem mann einlassen? auf richard einlassen. wir haben gestern telefoniert. und es war so schön. ich würd ihn wirklich sehr gern näher kennenlernen. aber jetzt? ich weiß nicht.

ich bin einfach traurig. und enttäuscht. dass es mir auch dieses jahr wieder so geht. ich frage mich, wie lange das wohl noch so sein wird. und ob irgendwann gut ist. und ich den januar endlich wieder als ganz normalen monat sehe.

drüber reden kann ich kaum mit jemandem. weil es niemand versteht. wie denn auch? niemand in meinem näheren umfeld hat mit so einer sache erfahrung.

ich werd mich jetzt aufs sofa hauen. und einen film schauen. oder so.


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